Small Organic Farmers' Association (SOFA)

Bio-Anbau in Vielfalt

Tee wächst neben Gewürzen, Heilpflanzen und Schattenbäumen. Auf den Feldern der Mitglieder der Small Organic Farmers’ Association – kurz SOFA – gehört Vielfalt zum Anbausystem. Die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Sri Lanka setzen auf ökologischen Anbau und bewirtschaften ihre Flächen in Mischkultur.

Die Geschichte von SOFA begann 1997 mit 189 Bio-Kleinbäuer*innen in vier Dörfern. Aus diesen ersten Gruppen entwickelte sich eine eigenständige Organisation, die heute rund 3.500 Produzierende in 59 lokalen Gruppen vereint. Sie bauen unter anderem Tee, Gewürze, Kokosnüsse und Kräuter an.

Damit ist SOFA heute weit mehr als eine gemeinsame Vermarktungsorganisation. Die Mitglieder entscheiden demokratisch über die Entwicklung ihrer Genossenschaft und darüber, wie Fairtrade-Prämien für landwirtschaftliche und soziale Projekte eingesetzt werden.

Von 189 Mitgliedern zur eigenen Organisation

Zunächst war SOFA bei Zertifizierung, Einkauf, Verarbeitung und Export noch stark von einem einzelnen Handelspartner abhängig. Die Mitglieder wollten jedoch mehr Verantwortung für ihre eigene Organisation übernehmen. Schritt für Schritt bauten sie deshalb eigene Strukturen auf.

Seit 2009 organisiert SOFA Verwaltung, Einkauf und Bio-Zertifizierungsprogramme eigenständig. Damit konnten die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern auch selbst neue Handelsbeziehungen im In- und Ausland aufbauen.

Mischkultur statt Monokultur

Auf den Feldern der SOFA-Mitglieder wächst meist weit mehr als eine Kultur. Tee und Gewürze werden mit Schattenbäumen, weiteren Nutzpflanzen und Heilkräutern kombiniert. Diese Mischkulturen tragen dazu bei, die biologische Vielfalt auf den Flächen zu erhalten.

Auch der Boden spielt eine wichtige Rolle. Die Mitglieder arbeiten unter anderem mit lebenden Hecken, Mulch und selbst erzeugtem Kompost. Pflanzenreste bleiben dabei im landwirtschaftlichen Kreislauf und werden zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit genutzt.

SOFA unterstützt die Mitglieder außerdem mit Pflanzmaterial, Nutztieren und Bienenhaltung und vermittelt Wissen zu ökologischem Anbau, Ernte und Weiterverarbeitung.

Fair Trade-Prämien gemeinsam einsetzen

Die Fair Trade-Prämien werden von SOFA für Projekte eingesetzt, über die innerhalb der Organisation entschieden wird. Ein Teil fließt unmittelbar in die Landwirtschaft – beispielsweise in Teepflanzen, Saatgut, Geräte oder Maßnahmen zur Verbesserung der Anbauflächen.

Darüber hinaus finanziert SOFA soziale und wirtschaftliche Projekte. Dazu gehören Trinkwasserversorgung, Vorschulen, Bildungsangebote, Gemeinschaftszentren und Infrastruktur. Frauen erhalten über Programme unter anderem Zugang zu zinsfreien Darlehen und Weiterbildungen, mit denen zusätzliche Einkommensmöglichkeiten entstehen können.

Gemeinsam mit WeltPartner

WeltPartner arbeitet mit SOFA zusammen und bringt Bio-Tee und weitere landwirtschaftliche Produkte der Kleinbauernorganisation aus Sri Lanka in unser Sortiment.

Die Partnerschaft verbindet ökologischen Anbau mit einer Organisation, in der sich die Produzierenden selbst organisieren und Verantwortung für ihre Vermarktung und die Entwicklung ihrer Gemeinschaften übernehmen.

Besonders sichtbar wird dieser Ansatz auf den vielfältig bewirtschafteten Flächen: Tee ist dort Teil eines landwirtschaftlichen Systems, in dem unterschiedliche Pflanzen miteinander wachsen.

Wofür wir stehen – Handel beginnt mit Beziehungen.

WeltPartner
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